WIT – Wasser-Injektions-Technologie

Weltweit erstmals wurde im Jahre 2001 mit der Stieler Kunststoff Service GmbH als beratendes Unternehmen ein Wasserinjektionsteil in Serie umgesetzt. Ein Kühlwasserrohr für ein französisches Fahrzeug.
Heute kann Stieler nicht nur Geräte, sondern auch adäquate Injektortechnik anbieten, die es erlaubt, das Wasser vollständig aus der Form zu entfernen.

 
wit_schema
 

Nachdem 2001 das weltweit erste Wasserinjektionsprojekt mit Hilfe der Beratung durch die Firma  Stieler Kunststoff Service GmbH als Kühlwasserrohr in Serie ging, wurden nun auch die dazu nötigen Injektoren für den universellen Einsatz in der Serie weiter entwickelt.

Erstmals am 7. Kunststofftechnologietag in Goslar im Februar 2003 wurde die Entwicklung eines neuen Wasser-Injektor-Systems den 200 geladenen Gästen vorgestellt und kam im Juni 2003 auf der NPE in Chicago international zum erfolgreichen Einsatz.

Das Produkt: Ein Motorsägengriff (aus einem alten GIT Werkzeug umgebaut) mit einem speziell von Barlog Plastics GmbH entwickelten PA6.6 GF30.
 
Das größte Problem war bisher das trockene Entformen des mit Wasserinjektion hergestellten Produktes, im Besonderen, wenn der spätere Hohlraum als Sackloch ausgeführt wurde.

Dass etwas Dampf aus dem Hohlraum entweicht ist zu verstehen, bei kochend heißem Wasser das aus manchem Versuchsteil tropfte, bestand jedoch größte Verbrühungsgefahr.

Durch ein ausgefeiltes, patentiertes Injektorsystem mit Druckluftspülung und integrierter Rückführung von heißem Wasser und Dampf kann nun erstmals das Kunststoffteil drucklos und tropfenfrei entformt werden. Auf dem Bild zu erkennen ist der Griff aus Polyamid mit 30 % Glasfaserverstärkung mit seinem großen und klaren Hohlraum. Die Innenflächen sind relativ glatt und gleichmäßig ohne Lunker oder Wasserblasen. Der Zyklus ist mit unter 40 Sekunden beachtlich; die meiste Zeit geht jedoch beim entwässern des Produktes verloren.

     
wit_griff   Motorsägengriff
aus Polyamid mit 30 % Glasfaserverstärkung
     

Die hydraulische Steuerung der speziellen Injektortechnik wird ausschließlich von dem Wasserinjektionsgerät der Firma Stieler Kunststoff Service GmbH übernommen.